«

»

Protest gegen neue Verordnung

Am 02. März erließ Ion Ceban, Bürgermeister der Hauptstadt Chisinau, eine neue Verordung. Sie verbietet ab sofort das Füttern von Straßenhunden. Verstöße werden daher mit einer Geldbuße geahndet. Daher gibt es Proteste gegen die neue Verodnung. Sie untersagt außerdem die Anwesenheit von Straßenhunden an folgenden Orten:

  • Privatgrundstücken
  • Garagen und Parkplätzen
  • Baustellen
  • in Geschäften sowie auf Märkten

Die erlassene Verordnung vom 02. März steht im völligen Widerspruch zu der Beschlussfassung vom 17. September 2019 durch den Gemeinderat der Stadt Chisinau. Diese Verordnung sah einen „umfassenden Schutz für streunende Hunde vor.“ Nun aber wurde das genaue Gegenteil gemacht.

Dialog und anschließender Protest

Zunächst traten Tierschützer in einen Dialog mit dem Büro des Bürgermeisters. Der Austausch diente dem Zweck nach Lösungsansätzen zu suchen. Tatsächlich schien der Dialog Früchte zu tragen: finanzielle Mittel wurden bereitgestellt. Jedoch wurden diese Gelder zweckentfremdet. Korruption ist in Moldawien noch immer ein großes Problem.

Kurz danach kam es zu einem Angriff eines Straßenhundes auf einem Menschen. Der Bürgermeister nutzte diesen Vorfall aus, um gegen sie zu hetzen. Tierschützer hingegen vermuteten eine gezielte Provokation von Seiten der Stadtverwaltung. Sie begannen deswegen zu protestieren. So startete der Protest gegen die Verordnung. Zunächst online. Daher gibt es Flashmobs, die auf die Problematik aufmerksam machen. Am 12. März fand vor dem Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung Chisinau ein Protest gegen die neue Verordnung statt. Eine weitere Demonstration gab es in Balti, der zweitgrößten Stadt Moldawiens. Alle Demonstrationen blieben friedlich. Die moldawische Verfassung sieht ausdrücklich das Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit vor.

Pressekonferenz und Suche nach Lösungen

Am 14. März organisierten die Protestteilnehmer eine Pressekonferenz. Anwesend waren unter anderem Tierschützer und Ökologen. Das Thema lautete: „Wie kann die Situation der Straßenhunde in Moldawien verbessert werden?“. Konsens war: Kastration ist ein wichtiges Instrument. Sie sorgt dafür, dass sich die Hundepopulation nicht weiter ausbreitet. Jedoch werden dafür Gelder benötigt. Sie dürfen aber nicht weiter in dunklen Kanälen versickern. Initiativen wie die, von dem Verein „Stimme der Tiere e.V.“ sind ein Beispiel dafür, wie Straßenhunde effektiv geholfen werden kann.