Neues aus Moldawien

Sommer in Moldawien

Der Sommer steht auch in Moldawien unmittelbar bevor. In dem kleinen Land in Südosteuropa sind die Sommer für gewöhnlich trocken und heiß. Da das Land nur einen Katzensprung vom Schwarzen Meer entfernt ist, klettern die Temepraturen in der Hochsaison regelmäßig auf 35 Grad. Diese extremen Bedingungen sind eine große Herausforderung für die vielen Straßenhunde. In sengender Hitze haben es die Vierbeiner noch schwerer etwas zu fressen zu finden, als ohnehin schon. Auch die Möglichkeiten Wasser zu finden sind gering.

Zeckenplage im Sommer

Ein weiteres Problem sind Zecken. Die geographische Lage sowie die klimatischen Bedingungen Moldawiens begünstigen die Ausbreitung der Spinnentiere. Die meisten Hunde in Moldawien sind medizinisch unzureichend versorgt. Zum einen gibt es in dem armen Land nur wenige Tierärzte und -kliniken, zum anderen fehlt es vielen Menschen auch an den nötigen Geld für Tierarztbesuche. Das hat gravierende Folgen: viele Hunde werden durch Zeckenbisse krank. Krankheiten wie Borreliose und andere durch Zecken auf Hunde übertragen Krankheiten breiten sich in den Sommermonaten rasant aus. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass im Casa Viata dringend Zeckenschutzmittel benötigt werden. Dafür jedoch sind Ira und ihr Team auf Spenden angewiesen.

Sommerzeit ist Freiwilligendienstzeit!

Neben Sach- und Geldspenden sind ehrenamtliche Helfer eine wichtige Stütze für die tägliche Arbeit in Iras Tierheim. Sie gehen mit den Hunden Gassi, helfen bei der Betreuung der Tiere. Außerdem helfen sie mit die Gehege zu säubern, Futter zuzubereiten und packen auch bei Reperaturarbeiten mit an. Ludmilla aus Deutschland und Maria aus Österreich waren die letzten beiden freiwilligen Helfer gewesen. Weitere Helfer haben sich bereits angekündigt und werden im Laufe des Sommers in Moldawien sein. Sie werden auch dringend gebraucht, denn es steht eine Menge Arbeit an: die Welpen werden immer größer und brauchen dringend einen Auslauf. Aus diesem Grund werden neue Gehege gebaut, wo sie mehr Platz haben. Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden! Bis dahin wünschen wir euch einen angenehmen Sommer.

Update zu 14 Hunde und 6 Welpen

Vor knapp vier Wochen berichteten wir über Herrn Nicolaie. Er ist ein armer Renter, der von seiner kleinen Rente kaum leben kann. Deshalb sucht er regelmäßig in Müllcontainern nach Lebensmitteln. Dennoch hat Herr Nicolaie ein großes Herz für Hunde. Wir möchten euch an dieser Stelle ein Update zu den 14 Hunde und 6 Welpen geben.

Chronologie der Ereignisse

Am 30. März besuchten Helferinnen von Casa Viata Herrn Nicolaie. Sie stellten fest, dass er zuhause einen elektrischen Herd hat. Die Helferinnen schlugen deshalb vor, dass Herr Nicolaie doch Grütze für die Hunde kochen könne. Sie ist preiswert, einfach zuzubereiten und sättigt die 14 Hunde und 6 Welpen. Er stimmte zu. Jedoch ist Herr Nicolaie nur schwer zuhause zu erreichen: er besitzt kein Handy.

Am 01. April kauften die Helferinnen und Helfer im örtlichen Kaufland Trockenfutter sowie Grütze ein. Kostenpunkt: 373 Moldauische Lei. Das sind umgerechnet knapp 18 Euro. Außerdem kauften die ehrenamtlichen Helfer noch eine SIM-Karte für 45 Lei. Das sind etwas mehr als 2 Euro. Der Zweck für diesen Einkauf bestand darin, die SIM-Karte an Herrn Nicolaie zu geben. Somit soll er telefonisch erreichbar sein, damit die Futterzubereitung für die 14 Hunde und 6 Welpen besser koordiniert werden kann. Außerdem wurden 500 Lei (ca. 23 Euro) für die Sterilisation von zwei Katzen ausgegeben. Ein Restbetrag von 457 Lei (ca. 21 Euro) verbleibt. Dieser wird später für den Kauf von weiteren Trockenfutter verwendet.

Am 02. April wurden die ersten 4 Hunde sterilisiert. Sie wurden in eine Tierklinik nach Chisinau gebracht. Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Tierklinik. Den Angestellten und Tierärzten liegt es sehr am Herzen kranke und schwache Tiere zu helfen. Das dortige Personal arbeitet bereits seit längerer Zeit eng mit dem Casa Viata zusammen. Bereits nächsten Monat sollen weitere 4 Hunde sterilisiert werden. Doch dafür werden weiterhin Spenden benötigt. Wir werden euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten!

14 Hunde und 6 Welpen

Herr Nicolae ist Rentner. Seine Rente ist sehr klein. Daher muss er regelmäßig in Müllcontainern nach Nahrungsmitteln suchen. Außerdem betreut er 14 Hunde und 6 Welpen. Auch für sie sucht er in Müllcontainern nach Futter. Jedoch benötigt er Hilfe sowohl für sich, als auch für seine Hunde. Olga und Angela kümmern sich ebenfalls um Straßenhunde. Sie haben Herrn Nicolae kennengelernt und versorgen ihn und seine Hunde mit Essen. Allerdings hat Herr Nicolae Probleme mit seinen Nachbarn: sie beschwerden sich ständig über die Hunde. In Moldawien ist es keine Seltenheit, dass Nachbarn schnell agressiv und gewalttätig werden können. Daher sucht er nach Möglichkeiten, die Hunde woanders unterzubringen.

Kein Platz mehr für 20 Hunde im Casa Viata

Die Kapazitäten in Iras Tierheim sind bereits ausgelastet. 14 Hunde und 6 Welpen sollen aber dennoch ins Casa Viata kommen. Die Möglichkeit dazu bietet sich durch eine Teilung eines größeren Hundezwingers in kleinere Teilabschnitte. Dazu müssen aber Materialien beschaffen werden. Die Summe für die Anschaffung der notwendigen Materialien beläuft sich auf 9556 Moldauische Leu. Das entspricht ungefähr 407 Euro. Eventuell fallen auch noch weitere Kosten für das Einfangen (15 Euro pro Hund) und Transportieren (40 Euro) der Hunde an. Letzte Woche konnten bereits vier Hunde sterillisiert werden. Herr Nicolae sowie das Team aus Moldawien freuen sich sehr über eine kleine Spende. Schon kleine Beträge helfen weiter!

Protest gegen neue Verordnung

Am 02. März erließ Ion Ceban, Bürgermeister der Hauptstadt Chisinau, eine neue Verordung. Sie verbietet ab sofort das Füttern von Straßenhunden. Verstöße werden daher mit einer Geldbuße geahndet. Daher gibt es Proteste gegen die neue Verodnung. Sie untersagt außerdem die Anwesenheit von Straßenhunden an folgenden Orten:

  • Privatgrundstücken
  • Garagen und Parkplätzen
  • Baustellen
  • in Geschäften sowie auf Märkten

Die erlassene Verordnung vom 02. März steht im völligen Widerspruch zu der Beschlussfassung vom 17. September 2019 durch den Gemeinderat der Stadt Chisinau. Diese Verordnung sah einen „umfassenden Schutz für streunende Hunde vor.“ Nun aber wurde das genaue Gegenteil gemacht.

Dialog und anschließender Protest

Zunächst traten Tierschützer in einen Dialog mit dem Büro des Bürgermeisters. Der Austausch diente dem Zweck nach Lösungsansätzen zu suchen. Tatsächlich schien der Dialog Früchte zu tragen: finanzielle Mittel wurden bereitgestellt. Jedoch wurden diese Gelder zweckentfremdet. Korruption ist in Moldawien noch immer ein großes Problem.

Kurz danach kam es zu einem Angriff eines Straßenhundes auf einem Menschen. Der Bürgermeister nutzte diesen Vorfall aus, um gegen sie zu hetzen. Tierschützer hingegen vermuteten eine gezielte Provokation von Seiten der Stadtverwaltung. Sie begannen deswegen zu protestieren. So startete der Protest gegen die Verordnung. Zunächst online. Daher gibt es Flashmobs, die auf die Problematik aufmerksam machen. Am 12. März fand vor dem Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung Chisinau ein Protest gegen die neue Verordnung statt. Eine weitere Demonstration gab es in Balti, der zweitgrößten Stadt Moldawiens. Alle Demonstrationen blieben friedlich. Die moldawische Verfassung sieht ausdrücklich das Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit vor.

Pressekonferenz und Suche nach Lösungen

Am 14. März organisierten die Protestteilnehmer eine Pressekonferenz. Anwesend waren unter anderem Tierschützer und Ökologen. Das Thema lautete: „Wie kann die Situation der Straßenhunde in Moldawien verbessert werden?“. Konsens war: Kastration ist ein wichtiges Instrument. Sie sorgt dafür, dass sich die Hundepopulation nicht weiter ausbreitet. Jedoch werden dafür Gelder benötigt. Sie dürfen aber nicht weiter in dunklen Kanälen versickern. Initiativen wie die, von dem Verein „Stimme der Tiere e.V.“ sind ein Beispiel dafür, wie Straßenhunde effektiv geholfen werden kann.

Spenden für Hunde und Katzen

Ira und ihr Team vor Ort benötigen dringend Ihre Hilfe: Spenden für Hunde und Katzen werden dringend benötigt. Ira hat deshalb auf ihrer Facebook-Seite einen Spendenaufruf gestartet.

Wir möchten mit unserer Veröffentlichung auf der deutschen Homepage ein breiteres Publikum ansprechen. In Moldawien liegt das durchschnittliche Bruttoeinkommen nur bei etwa 330 Euro pro Monat. Viele Menschen kämpfen täglich um ihr Überleben. Nur die wenigsten Moldawier haben ein wenig Geld übrig und sind auch willens es für Hunde und Katzen zu spenden.

Umso mehr sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen! Sie können schon mit einer kleinen Spende in Höhe von 5 Euro den Hunden und Katzen im Tierheim weiterhelfen. Lesen Sie hier wie Sie uns ganz einfach, aber effektiv weiterhelfen können.

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Verein „Stimme der Tiere e.V.“ startet Kastrationsprojekt

Endlich einmal gibt es gute Nachrichten aus Moldawien: Der Verein „Stimme der Tiere e.V.“ hatte kürzlich ein Kastrationsprojekt für Hunde in dem kleinen osteuropäischen Land gestartet. Mittlerweile wird das Projekt gut angenommen. Erstaunlich ist, dass sogar die Behörden die Bevölkerung dazu aufrufen, ihre Hunde zum Kastrieren anzumelden. Schließlich sind es die Beamten vor Ort, die entweder die grausamen Zustände der Hunde vor Orte stillschweigend tolerieren, oder sogar aktiv das Leiden der Hunde fördern.

In der Gegend um der Hauptstadt Chisinau herum wird ein Kleinbus eingesetzt, um die Vierbeiner zu kastrieren. Mit dabei ist ein Tierarzt, der die notwendigen Operationen durchführt.

Moldawien ist ein bettelarmes Land, das unter Korrpution und Vetternwirtschaft leidet. Öffentliche Mittel für ein solches Projekt können nicht bereitgestellt werden. Der durchschnittliche Bruttolohn in Moldawien liegt bei ca. 300 Euro pro Monat. Eine Kastration kostet etwa 20 Euro. Deshalb ist der Verein „Stimme der Tiere e.V.“ auf Spenden angewiesen. Helfen auch Sie mit und leisten Sie ihren Anteil dafür, dass die Hunde vor Ort ein besseres Leben bekommen!

Neuzugänge im Casa Viata

Gleich zu Beginn des Jahres sind wieder drei neue Hunde ins Casa Viata gekommen. Die Geschichte ist immer wieder ein und dieselbe: ein Helfer fand die Hunde ausgesetzt auf der Straße. Sie lebten mitten im Müll und waren körperlich angeschlagen.

Ira hat den Hunden noch keine Namen gegeben. Im Casa Viata erhalten Hunde erst dann einen Namen, wenn ihr gesundheitlicher Zustand ein Weiterleben zulässt. Häufig sterben die Hunde an Parvovirose – einem Virus, das die inneren Organe von Hunden befällt und bei einer nicht rechtzeitig durchgeführtten Behandlung tödlich ist.

Bei Ira im Tierheim werden die Viereinbeiner mit viel Aufwand und Liebe gepflegt. Das ist jedoch sehr zeit- und kostenintensiv. Ira und das Tierheim sind immer auf Spenden angewiesen. Lesen Sie hier, wie Sie dem Team vor Ort mit nur wenig Aufwand enorm weiterhelfen können.

Hilfsaktion für Straßenhunde

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN startete am 18. Dezember eine Hilfsaktion für Straßenhunde in Moldawien.

Viele ehrenamtliche Mitarbeiter vor Ort beteiligten sich an der Aktion. Sie schafften es:

  • 10 Tonnen Hundefutter zu sammeln und anschließend zu verteilen. Das entspricht etwa 60.000 Mahlzeiten.
  • 5 Welpen aus Necropolis zu retten und sie an eine Hundepenion zu übergeben.

Weitere Informationen zu VIER PFOTEN sowie Bilder von dem Einsatz in Moldawien gibt es hier.

Wohltätigkeitsessen im Casa Viata

Ein Gastronom aus Chisinau hatte kürzlich im Casa Viata ein Wohltätigkeitsessen organisiert. Viele Menschen aus der Region kamen vorbei, um sich eine leckere Kürbissuppe schmecken zu lassen. Gleichzeit konnten sie sich auch ein Bild von der Lage vor Ort machen. Sie konnten sehen, wie viele Hunde und Katzen im Tierheim leben. Sie konnten aber auch sehen, wie hart die Mitarbeiter vor Ort arbeiten, um ein Weiterleben für die Hunde und Katzen zu ermöglichen.

Der Gastronom aus der Hauptstadt hat ein großes Herz für Tiere. Sämtliche Einnahmen kamen dem Tierheim zugute. Dennoch ist das Casa Viata weiterhin auf Spenden angewiesen. Helfen auch Sie mit und spenden Sie dem Tierheim. Schon Kleinebeträge helfen uns weiter!

Neun neue Hunde

In den letzten Tagen sind ganze neun Hunde zur Ira in das Tierheim gekommen. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind im „Casa Viata“ erschöpft und das Team vor Ort weiß nicht mehr, wohin mit den neuen Hunden.

Vier Welpen stammen mutmaßlich von einem Jäger. Es handelt sich um eine Rasse, die für den Zweck der Jagd gezüchtet wird. Sie wurden von einer Person aus dem Auto geworden. Die vier Welpen sind unterernährt und volle Flöhe.

Vier Welpen stammen mutmaßlich von einem Jäger. Es handelt sich um eine Rasse, die für den Zweck der Jagd gezüchtet wird. Sie wurden von einer Person aus dem Auto geworden. Die vier Welpen sind unterernährt und volle Flöhe
Vier weitere Welpen wurden unmittelbar vor dem Tierheim ausgesetzt.
Kurze Zeit später brachten Einheimische eine Husky-Hündin zu Ira.
Sie wollten ihren Hund nicht mehr weiterbetreuen

Welpen ausgesetzt

Am Montag, den 20. Juli wurde in der Nähe des Tierheimes „Casa Viata“, ein Karton mit zehn Hundewelpen gefunden. Sie befanden sich in der Nähe eines kleinen Bahnhofes.

Momentan besitzt das Tierheim keine Kapazitäten, um sie aufnehmen zu können. Glücklicherweise fand sich eine örtliche Pflegestelle, welche die Hunde nun betreut.

Kein Einzelfall in Moldawien

Geschichten wie diese, gehören in Moldawien zum Alltag. Hunde werden einfach ausgesetzt, wenn sie den Besitzern eine zu große Last werden. Tierheime, wie das „Casa Viata“, sind in Moldawien die Ausnahme und nicht die Regel. Folglich sind die Tiere auf sich alleine gestellt und kämpfen jeden Tag ums Überleben.

Neuer Hund gefunden

Ende Juni wurde dieser liebe Hund gefunden. Er war alleine am Straßenrand aufgefunden worden. Jetzt ist er bei Ira im Tierheim „Casa Viata“.

Facebook

Bitte informieren sie sich in Facebook über alles, was sich neu ereignet in unseren Tierheimen.

Sie finden uns: Facebook: Casa Viata

Video unserer Hunde und Katzen im Winter

Es ist schon wieder Winter

15996122_1815816712014683_859464971_nWie jedes Jahr gibt es auch heuer in Moldawien viel Eis und Schnee und klirrende Kälte. Leider müssen die meisten Fellnasen den Winter außen überstehen. Aber wir haben genügend Hundehütten bauen lassen und Irina hat diese mit Stroh gefüllt, so dass hoffentlich für die Hunde die Kälte einigermaßen erträglich ist. Außerdem bekommen sie mehr zum Fressen, um besser durch den Winter zu kommen. Die Welpen und kranken Hunde haben Gott sei Dank Platz im Tierheim.

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Unsere Samtpfoten sind da besser dran. Sie können gemütlich

an der Heizung sitzen und müssen nicht in die Kälte hinaus.

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